Intervallfasten: Was ist dran am Trend?

Fasten ist nichts Neues, schon die alten Ägypter verzichteten zeitweise bewusst auf feste Nahrungsmittel. So ziemlich alle Religionen beinhalten Fastenzeiten, doch auch fernab religiöser und antiker Weisheiten bleibt das Thema bis heute aktuell. Wie du Fasten in deinen Alltag integrieren kannst und warum es gut für uns ist, liest du hier.

Von: Josephin / 17.02.2021

Warum überhaupt fasten? Die Wissenschaft dahinter…

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Intervallfasten ist intensiv und effektiv, deshalb wird es auch heute von Medizinern und Wissenschaftlern als Heilfasten bezeichnet. Fasten kann nicht nur dabei helfen, gesund abzunehmen: Studien haben gezeigt, dass Intervallfasten zudem offenbar vor Diabetes (Typ 2) schützen kann. Erste Hinweise deuten sogar darauf hin, dass Intervallfasten bei Krebstherapien unterstützend wirken kann. Wie kommt es dazu, dass uns der Nahrungsverzicht so guttut? Durch das Fasten kommt es mitunter zu biochemischen Veränderungen im Körper, welche zu einem verbesserten Zucker- und Fettstoffwechsel führen können. Es werden körpereigene Stoffe ausgeschüttet, die Entzündungen dämpfen können. Mittlerweile sprechen Mediziner und Wissenschaftler daher gar vom Heilfasten und seiner positiven Wirkung auf etliche Zivilisationskrankheiten.

Trend oder antike Weisheit?

Der beim Fasten ausgelöste Stoffwechsel-Mechanismus kam den Menschen bereits während der Steinzeit zu Gute. Einen Trip in den Supermarkt gab es damals nicht. Man musste sammeln oder jagen und das war nicht immer planbar. Herrschte ein Nahrungsüberfluss, aßen unsere Vorfahren so viel wie möglich. Wenn es Zeiten des Mangels gab, blieb ihr Magen dann für einige Stunden oder gar Tage leer. Der menschliche Körper übersteht daher diese längeren Fastenperioden bis heute sehr gut, indem er in verschiedenen Organen und Geweben Energiereserven speichert und bei Bedarf wieder mobilisiert.

Wie kann ich Intervallfasten?

Medizin und Wissenschaft haben sich mittlerweile auf zwei gängige Fasten-Modelle geeinigt, welche unserem Körper die gewünschten gesundheitlichen Vorteile bieten können:

  1. Die 16:8-Methode: Diese Methode ist wohl die bekannteste und am einfachsten in unseren Alltag zu integrieren. Zwischen der letzten Mahlzeit des Vortages und der ersten Mahlzeit des Tages müssen lediglich 16 Stunden liegen. In den acht Stunden, in denen man essen darf, kann man normal essen. Wenn du zum Beispiel nach 18 Uhr nichts mehr isst, kannst du am nächsten Morgen um 10 Uhr wieder frühstücken.

  2. Die 5:2-Methode: Für diese Methode braucht es doch noch etwas mehr Disziplin. An fünf Tagen in der Woche darf man hier normal essen und an zwei Tagen wird gefastet - also fast nichts gegessen. An diesen Tagen darfst du nur bis zu 500 kcal essen.

Wer sollte nicht fasten? Was kann ich essen beim Fasten?

Menschen mit Vorerkrankungen des Stoffwechsels, Untergewicht sowie Schwangere sollten beispielsweise vom Fasten absehen. Bevor du mit dem Fasten beginnst, solltest du immer einen Arzt konsultieren. Während der Fasten-Phase darfst du nichts essen, solltest jedoch darauf achten, genug zu trinken. Hierbei dürfen es aber nur kalorienfreie Getränke wie Wasser, ungesüßter Tee oder maßvoll schwarzer Kaffee sein.

Wie du deine Fastenzeit am besten brichst und wie deine Ernährung den Fasten-Effekt noch weiter unterstützen kann, liest du in unserem nächsten Blogpost.

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